<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Nixos on Jan Kremer</title><link>https://jankremer.de/tags/nixos/</link><description>Recent content in Nixos on Jan Kremer</description><generator>Hugo</generator><language>de</language><managingEditor>mail@jankremer.de (Jan Kremer)</managingEditor><webMaster>mail@jankremer.de (Jan Kremer)</webMaster><copyright>CC0 1.0</copyright><lastBuildDate>Mon, 06 Apr 2026 19:26:12 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://jankremer.de/tags/nixos/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>Selbsthosting</title><link>https://jankremer.de/blog/selbsthosting/</link><pubDate>Mon, 14 Apr 2025 00:00:00 +0000</pubDate><author>mail@jankremer.de (Jan Kremer)</author><guid>https://jankremer.de/blog/selbsthosting/</guid><description>
&lt;strong&gt;Kleiner Computer, große Pläne&lt;/strong&gt;
&lt;p&gt;Seit etwa 2020 hat mich die Idee fasziniert, meinen &lt;em&gt;eigenen Server zu betreiben&lt;/em&gt; – also die volle Kontrolle über Daten, Dienste und Medien zu haben. Vor allem auf Reddit, und dort besonders in den Communities &lt;a href="https://www.reddit.com/r/selfhosted"&gt;r/selfhosted&lt;/a&gt; und &lt;a href="https://www.reddit.com/r/homelab"&gt;r/homelab&lt;/a&gt;, habe ich immer wieder spannende Projekte gesehen. Lange blieb das für mich ein Traum – zu wenig Zeit, zu wenig Geld. Aber im April 2024 war es so weit: Mein kleines Selbsthosting-Abenteuer begann.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="hardware"&gt;Hardware&lt;/h2&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;HP EliteDesk 800 G2 Desktop Mini
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;i5-6500 3,2 Ghz&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;16 GB RAM&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;512 GB SSD&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Preis: 90 €&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Western Digital My Book USB 3.0
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;8 TB HDD&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Preis: 150 €&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte ein gutes Angebot für den Mini-PC auf &lt;a href="https://www.mydealz.de/"&gt;Mydealz&lt;/a&gt; entdeckt und direkt zugeschlagen. Der EliteDesk ist klein, leise und trotzdem leistungsstark genug für einfache Serverdienste. Gegenüber einem Raspberry Pi bietet er deutlich mehr RAM und Flexibilität.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei der Festplatte war mir wichtig, dass sie &lt;strong&gt;CMR&lt;/strong&gt; (Conventional Magnetic Recording) statt &lt;strong&gt;SMR&lt;/strong&gt; (Shingled Magnetic Recording) verwendet, da CMR-Platten langlebiger sind – vor allem bei vielen Schreibvorgängen oder im Dauerbetrieb. &lt;a href="https://www.reichelt.de/magazin/ratgeber/smr-cmr-welche-festplatte-eignet-sich-am-besten-fuer-welchen-zweck/"&gt;Dieser Artikel&lt;/a&gt; erklärt den Unterschied gut.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="software"&gt;Software&lt;/h2&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="#nixos"&gt;NixOS&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="#tailscale"&gt;Tailscale&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="#jellyfin"&gt;Jellyfin&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href="#nextcloud"&gt;NextCloud&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h3 id="nixos"&gt;NixOS&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das Betriebssystem meiner Wahl ist &lt;a href="https://nixos.org/"&gt;NixOS&lt;/a&gt;. Hauptsächlich, weil ich Nix lernen wollte – eine funktionale, deklarative Sprache für Konfiguration und Paketverwaltung. Aber auch abseits davon hat NixOS viele Vorteile als Serverbetriebssystem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Deklarativ&lt;/strong&gt; bedeutet: Ich beschreibe in einer Konfigurationsdatei, &lt;em&gt;was&lt;/em&gt; das System tun soll – nicht &lt;em&gt;wie&lt;/em&gt;. Dadurch ist mein Setup reproduzierbar, nachvollziehbar und schnell wiederherstellbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Dienste lassen sich mit nur wenigen Zeilen Code aktivieren. Ich habe &lt;a href="https://github.com/jukremer/nix-config"&gt;meine Konfiguration&lt;/a&gt; auf GitHub veröffentlicht, falls jemand reinschauen oder sie als Grundlage verwenden möchte.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id="tailscale"&gt;Tailscale&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="https://tailscale.com/"&gt;Tailscale&lt;/a&gt; ist ein Tool, mit dem man ganz einfach ein sicheres, privates Netzwerk (&lt;abbr title="Virtual private network"&gt;VPN&lt;/abbr&gt;) zwischen seinen Geräten erstellen kann – ganz ohne komplizierte Firewall-Einstellungen oder Portfreigaben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich nutze es zum Beispiel, um von unterwegs sicher auf meinen Server zuzugreifen. Zusätzlich bietet Tailscale praktische Features wie &lt;strong&gt;Serve&lt;/strong&gt; (Webdienste freigeben) und &lt;strong&gt;Funnel&lt;/strong&gt; (temporärer externer Zugriff) – beides macht Selbsthosting kinderleicht.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id="jellyfin"&gt;Jellyfin&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Der eigentliche Anstoß, einen eigenen Server aufzusetzen, war mein Wunsch nach einer &lt;strong&gt;Medienzentrale&lt;/strong&gt;. Über die Jahre habe ich viele Serien und Filme gesammelt. Irgendwann wurde die Sammlung zu groß, um sie einfach auf einer externen Festplatte mitzuführen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit &lt;a href="https://jellyfin.org/"&gt;Jellyfin&lt;/a&gt; ist das Medienmanagement ein Kinderspiel: Die Software durchsucht meine Dateien, lädt automatisch Metadaten wie Cover, Beschreibungen und Trailer herunter und stellt alles in einer hübschen Oberfläche dar – fast wie bei Netflix, nur selbst gehostet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einen Vergleich zu Plex kann ich nicht ziehen, da ich das nie ausprobiert habe. Aber Jellyfin erfüllt für mich alles, was ich brauche.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id="nextcloud"&gt;NextCloud&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="https://nextcloud.com/"&gt;Nextcloud&lt;/a&gt; ist eine Open-Source-Alternative zu Cloud-Diensten wie Google Drive oder iCloud. Neben Jellyfin war es einer der Hauptgründe für meinen eigenen Server. Ich wollte weg von kommerziellen Cloud-Anbietern, sowohl aus &lt;strong&gt;Datenschutzgründen&lt;/strong&gt; als auch, um &lt;strong&gt;unabhängiger&lt;/strong&gt; zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit Nextcloud kann ich Dateien, Fotos und Dokumente speichern, synchronisieren, teilen – alles direkt auf meinem eigenen Server. Auch Kalender, Kontakte und Notizen lassen sich integrieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Einrichtung ist allerdings nicht ganz trivial, sogar unter NixOS. Beispielsweise muss man eine konkrete Version von Nextcloud festlegen, die auch manuell aktualisiert werden muss. Zusätzlich verwende ich das Tool &lt;a href="https://github.com/ryantm/agenix"&gt;agenix&lt;/a&gt;, um sensible Daten wie Passwörter verschlüsselt in meiner Konfiguration zu speichern. Agenix ist an sich ein spannendes Thema für sich, das ich vielleicht in einem eigenen Beitrag vertiefe.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="epilog"&gt;Epilog&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Seit Januar ist mein Server abgeschaltet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Lüfter des Mini-PCs sowie die externe Festplatte liefen dauerhaft – das führte zu einem nicht unerheblichen &lt;strong&gt;Stromverbrauch&lt;/strong&gt; und konstantem &lt;strong&gt;Hintergrundrauschen&lt;/strong&gt;. Beides ließe sich vermutlich optimieren, z. B. durch bessere Energieeinstellungen oder leisere Hardware. Dazu müsste ich mich aber erst mal reinfuchsen und zudem mehr Geld ausgeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein weiterer Grund: Ich habe den Server &lt;em&gt;kaum genutzt&lt;/em&gt;. Meine iCloud läuft noch, Streaming mache ich momentan wenig und durch begrenztes Datenvolumen ist exzessives Streaming ohnehin keine Option.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber: Ich habe in den letzten 8 Monaten extrem viel gelernt – über Linux, Netzwerke, NixOS, Systemadministration, Sicherheit und mehr. Das Projekt hat mir gezeigt, wie viel man aus einem alten Mini-PC herausholen kann. Vielleicht wird der Server eines Tages reaktiviert – in neuer Form. Für den Moment war es vor allem: &lt;em&gt;ein spannendes Lernprojekt&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Falls du Fragen hast oder selbst mit Selbsthosting starten willst: Schreib mir gern oder schau dir &lt;a href="https://github.com/jukremer/nix-config"&gt;meine Konfiguration&lt;/a&gt; auf GitHub an. Vielleicht hilft dir mein Weg ja bei deinem Einstieg.&lt;/p&gt;
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